So findest Du Deinen Weg

Ausbildung fertig? Und nun kommen die ersten Zweifel, ob das Ausbildungsunternehmen, das Dich ausgebildet und übernommen hat, auch langfristig der richtige Arbeitgeber für Dich ist? So geht es laut www.azubi.de 22 % aller Azubis nach Abschluss Ihrer Ausbildung. Was tun?

  • Rund 2/3 aller Auszubildenden werden nach erfolgreichem Abschluss vom Unternehmen übernommen (Quelle: www.azubi.de). Das ist auch bei dir der Fall? Dann solltest du auf jeden Fall mit der Arbeit beginnen! Du kennst das Unternehmen bereits, das wird Dir eine gewisse Sicherheit geben, und am wichtigsten ist es zu diesem Zeitpunkt berufliche Erfahrungen zu sammeln. Am besten also, erst mal durchbeißen und schauen, wie es sich entwickelt. Du solltest versuchen, so viele Einblicke wie möglich zu bekommen und verschiedene Aufgaben zu übernehmen. Nur so wirst Du sicherer und kannst, die zu diesem Zeitpunkt so wichtigen Erfahrungen sammeln – je mehr, desto besser!
  • Sollte sich nach ca. 6 Monaten fester Anstellung bei deinem Ausbildungsbetrieb keine Begeisterung einstellen, oder Absprachen werden nicht eingehalten, oder du fühlst dich nicht genug geschätzt und gefordert – dann solltest Du dich umorientieren. Frust und Unzufriedenheit auf der Arbeit können krank machen! Gegebenenfalls kann zu diesem Zeitpunkt auch ein Personalgespräch hilfreich sein. In diesem kannst Du die eigene Situation darstellen – daraus kann sich eine passendere Stelle mit anderen Aufgaben, ein anderes Team oder Ähnliches ergeben und es besteht kein Grund mehr zu einem Wechsel. Sollte das auch nichts bringen, dann nutze die Vorteile, dass Du Dich in der Branche schon etwas auskennst, insidermäßig etwas über andere Firmen erfahren hast und Kontakte knüpfen konntest. Das ist eine gute Grundlage für neue Bewerbungen. Und im Idealfall ist man bei der Konkurrenz schon positiv auf Dich aufmerksam geworden und wartet geradezu auf Deine Bewerbung. Aber Achtung: Unter Umständen kann eine Bewerbung bei der Konkurrenz deines derzeitigen Arbeitgebers nach hinten losgehen, wenn Dein aktueller Arbeitgeber etwas davon mitbekommt. Daher unbedingt vorsichtig und diskret vorgehen!
  • Du kannst Dich natürlich auch bereits in der Abschlussphase der Ausbildung intensiv anderweitig bewerben, sollte Dir schon während Deiner Ausbildungszeit klar werden, dass das Unternehmen nicht Deinen Wünschen und Vorstellungen entspricht. Professionelle Bewerbungs-Coachings helfen dabei. Deine Bewerbungsaktivitäten und Coachings sollten bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung jedoch möglichst diskret ablaufen. Aber spätestens, wenn der Übernahmevertrag durch den Ausbildungsbetrieb unterschrieben werden soll, solltest Du mit offenen Karten spielen. Alles andere wäre unfair – auch wenn Du mit Deinem Ausbildungsbetrieb nicht zufrieden warst.
  • Soziale Netzwerke sind heutzutage extrem wichtig und nicht zu unterschätzen – auch in den Bereichen Jobs und Karriere! Wenn ein Arbeitsplatz- oder Jobwechsel angedacht ist, solltest Du ein professionelles Profil in bekannten Social Media Portalen wie Xing oder LinkedIn erstellen – natürlich mit dem Hintergedanken, dass interessierte Arbeitgeber:innen über sogenannte Headhunter auf Dich aufmerksam werden und Dich direkt kontaktieren. Lass Dich von Deinem neuen Job finden!
  • Suche dennoch weiterhin über klassische Job- und Bewerbungsportale im Internet oder in Fachzeitschriften nach neuen Unternehmen und Jobangeboten. Scheue Dich nicht, Dir dafür Unterstützung in Form eines professionellen Bewerbungs– oder Jobcoachings zu suchen. Nutze die Chance, auf diesem Weg aussagekräftige und überzeugende Bewerbungsunterlagen zu erstellen und neue Recherchemöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen – und dann los mit dem Bewerben! Du kannst auf jeden Fall schon mit erster und aktueller Arbeitserfahrung punkten, gehaltsmäßig kannst Du Dich auch fast immer verbessern. Durch die bereits gewonnen Erfahrungen sollte sich der gesamte Bewerbungsprozess zu diesem Zeitpunkt schon sehr viel selbstbewusster darstellen als noch während Deiner Ausbildung oder kurz danach.
  • Alternativ kannst Du Deine Zeit zwischen abgeschlossener Ausbildung und einem neuen Job auch für Weiterbildungen, weitere Qualifizierungen, ein (duales) Studium oder ein Jobcoaching nutzen. Oder wie wäre es mit einem Job oder einem FSJ im Ausland um Deine interkulturellen Fähigkeiten zu schulen? Dir stehen viele Wege offen, um letztendlich im perfekten Job anzukommen.