Skip to main content
Fachtexte

Wir stellen akademische Berufe vor: Kommunikationswissenschaften

By 20. Januar 2022März 15th, 2022No Comments

Kommunikationswissenschaften lassen sich der Forschungsdisziplin des Bereichs Sozial- und Geisteswissenschaften zuordnen. Wie der Name dieses Studienganges schon verrät, erlernen Studierende in diesem akademischen Beruf alles über die Möglichkeiten der menschlichen Kommunikation. Dies schließt sowohl den direkten Informationsaustausch zwischen Personen ein, als auch die Kommunikation über die Massenmedien, wozu die klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Printmedien aber auch die modernen Onlinemedien zählen. Wer diesen Studiengang also erfolgreich absolviert, ist am Ende Expert:in für alle Kommunikationskanäle. Akademiker:innen aus diesem Bereich gehen der Frage nach, wie Kommunikation in Bezug auf das gesprochene oder geschriebene Wort, aber auch durch Mimik und Gestik unter der Berücksichtigung von diversen sozialen Aspekten, funktioniert. Den Studierenden werden die Eigenschaften, Voraussetzungen und Möglichkeiten insbesondere in Bezug auf die Massenkommunikation näher gebracht. Die zukünftigen Akademiker:innen untersuchen und analysieren verschiedene Medien wie Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet bezüglich der besonderen Merkmale der Wirkung von Äußerungen, die über unterschiedlichste Kanäle getätigt werden. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Teilbereich dieses Studiums, in dem es darum geht, wie Organisationen oder Unternehmen mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Darüber hinaus sind ein mathematisches Grundverständnis und eine analytische Denkweise obligatorisch für die angehenden Akademiker:innen, da auch Statistik und Forschung neben Kommunikationstheorie zum Lehrplan gehören. Ein Interesse an politischen und (inter-)kulturellen Themen sollte außerdem vorhanden sein, da diese Thematiken in Bezug auf Medien unumgänglich sind. Akademiker:innen mit Abschluss im Bereich Kommunikation erlangen während des Studiums außerdem Kompetenzen in der Kommunikationstheorie, der Kommunikationsgeschichte, im Journalismus und im PR und Marketing, als auch in der Öffentlichkeitsarbeit und Publizistik. Nach dem Grundstudium entschließen sich Viele für eine akademische Spezialisierung z.B. in den Fachrichtungen Medienmanagement, Medienrecht oder auch Medienwirtschaft.

„Irgendwas mit Medien“

Vor allem ab der Generation Y, welche die Personen einschließt, die in den frühen 1980er bis in die späten 1990er Jahren geboren wurden, fällt auf die Frage, welchen Beruf man hat, oft die Antwort „Irgendwas mit Medien“. Viele dieser Personen haben wahrscheinlich einen Studiengang im Bereich Kommunikationswissenschaften abgeschlossen. Aber niemand weiß so recht, was die Student:innen in diesem Bereich eigentlich erlernen bzw. was mit dem akademischen Abschluss gemacht werden kann. Dies allerdings bedeutet keinesfalls, dass der Arbeitsmarkt für diesen akademischen Beruf klein oder eingeschränkt ist – ganz im Gegenteil. Insbesondere durch die Neuen Medien wie Instagram, TikTok, Twitter usw. werden Kommunikationstalente mehr denn je gebraucht. „Es gibt ja immer mehr Berufe, die tatsächlich ›irgendwas mit Medien‹ zu tun haben“, sagt Siegfried Weischenberg, Direktor des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft in Hamburg.

Dadurch, dass der Studiengang inhaltlich so breit gefächert ist und keinem eindeutigen Beruf zuzuordnen ist, entsteht es zum Teil der Irrglauben, dass der akademische Grad der Kommunikationswissenschaftler:innen kein „richtiger“ Beruf mit guter Zukunftsperspektive und hohen Chancen auf dem Arbeitsmarkt sei. Davon sollte man sich als Akademiker:in nicht verunsichern lassen, sondern die Vielfalt des Erlernten als Chance sehen, sich in diversesten Bereichen ausleben sowie ausprobieren zu können. Je nach persönlichen Interessen, Vorlieben und Ideen tun sich Möglichkeiten in verschiedensten Branchen, als auch Tätigkeitsfeldern und Jobpositionen, auf. Das hat auch den Vorteil, dass die Nachfrage nach Akademiker:innen im Bereich Kommunikation auf dem Arbeitsmarkt groß ist und die Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz demnach hoch ist. Die Tendenz ist steigend. Mittlerweile ist z.B. der Job von Social Media Manager:innen ein etablierter Teil der Öffentlichkeitsarbeit sowie des Marketings vieler Unternehmen und wird in der Zukunft durch die stetig zunehmende Digitalisierung der Medien noch mehr an Wichtigkeit erlangen.

Der Studiengang ermöglicht Akademiker:innen, neben dem üblichen Weg im Bereich Kommunikationsmanagement oder der Werbung zu arbeiten, auch, sich mit ganz anderen Schwerpunkten wie Humortheorie oder Spracherwerb zu beschäftigen, wodurch z. B. auch eine Karriere in der Forschung an einer Universität möglich ist.

Auf einen Blick

Module & Schwerpunkte im Studium

  • Journalistik
  • Medienwirkungsforschung
  • Onlinekommunikation
  • Medienrecht
  • Public Relations
  • Politische Kommunikation
  • Markt- & Medienforschung
  • Soziologie

Übliche Arbeitsbereiche / Berufe

  • Verlagswesen & Publizistik
  • Unternehmensberatung
  • PR & Öffentlichkeitsarbeit
  • Meinungs- & Marktforschung
  • Bildungswesen
  • Kulturwesen
  • Marketing & Werbung
  • Medien (Radio, Fernsehen, Social Media, Print)
  • Unternehmens- & Organisationskommunikation
  • Medienforschung
  • Hochschulwesen (Dozent:in)

Wichtige Hard und Soft Skills

  • Hohe Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Ideenreichtum und Kreativität
  • Einfühlungsvermögen & soziale Kompetenz
  • Sehr gutes Sprachgefühl
  • Verständnis der Technologien des Internets
  • Analytische Denkfähigkeit
  • Journalistische Neugierde
  • Präzises wissenschaftliches Arbeiten

Gehaltsaussichten

  • Zwischen 38.900€ – 55.700€/ Jahr, durchschnittlich 45.200€/Jahr
    (laut: https://www.stepstone.de/gehalt/Kommunikationswissenschaftler-in.html)

Carla Kemper
(Verwaltungsangestellte & angehende Akademikerin)

Close Menu